Bildstöcke in Waakirchen und Sachsenkam

Die Gemeinde Waakirchen umfasst eine Fläche von 4243 ha . Die ca. 5800 Einwohner verteilen sich dabei auf sieben Ortschaften und eine Reihe von Weilern und Einöden. (Diese Angaben sind der Internetseite der Gemeinde entnommen, so wie sie im Juli 2021 ausgewiesen sind.)


Sachsenkam, der westliche Nachbar von Waakirchen gehört mit knapp über 1300 Einwohnern und 1593 ha Gebietsfläche (Angaben laut Internetseite der Gemeinde, Stand November 2020) zu den recht kleinen Gemeinden. Das ist vielleicht mit ein Grund, warum das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege keine einzige Tuffsteinsäule für die Gemeinde Sachsenkam ausweisen kann.


Text: Erwin Kammerer
alle Bilder sind Eigentum von Erwin Kammerer
verwendete Literatur: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege,Regierungsbezirk Oberbayern, Landkreis Miesbach, Gemeinde Otterfing (Baudenkmäler) von der Interseite:
https://geodaten.bayern.de/
denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_182134.pdf (Stand 06.06.2020)
https://geodaten.bayern.de/
denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_173141.pdf (Stand 16.04.2020)


Waakirchen

Auf der B472 von Kreuzstraße findet man kurz nach dem Ortseingang (Miesbacher Straße) von Waakirchen, noch vor dem großen Oberländer-Denkmal auf der rechten Seite einen gepflegten, kleinen, kapellenförmigen Bildstock. Er befindet sich hinter einem Zaun auf einem Privatgrundstück. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege datiert ihn ins 18. Jahrhundert.


Am anderen Ortsende Richtung Bad Tölz findet man an der Abzweigung zum Frauenreiter Weg eine alte Kalktuffsteinsäule aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die Säule steht auf privatem Grund. Da sie nur knapp  über die Hecke hinter einem Zaun hervorragt, kann man sie leicht übersehen. Von den drei von außen erkennbaren Bildnischen trägt nur eine ein (schon recht verblasstes) Bildmotiv, möglicherweise den Heiligen Florian.

Riedern

Fährt man von Kreuzstraße an der B318 (Holzkirchen – Tegernsee) Richtung Waakirchen, so überquert man nach einem guten Kilometer die Eisenbahnlinie Holzkirchen – Tegernsee. Unmittelbar nach dem Bahnübergang zweigt rechts ein schmaler Weg zum angrenzenden Hof ab. Am Ende der mitlaufenden Hecke findet man eine hohe, schlanke Kalktuffsteinsäule mit einem Kreuz mit drei parallelen Querbalken an der Spitze. Die Säule wird ins 17. Jahrhundert datiert. Von den drei Bildnischen sind zwei lediglich mit rostigen Metallhintergründen ausgekleidet. Nur die dritte Nische trägt ein Bildmotiv (den mit der Dornenkrone leidenden Christus).

Hirschstätt bei Schaftlach

Zweigt man bei der Kapler Alm von der B318 auf die MB7 und fährt Richtung Schaftlach, so kommt man kurz vor dem Bahnübergang an einer Kapelle (St. Sylvester, Freikirchl) vorbei. Gleich nach der Kapelle, noch vor dem Bahngleis, findet man eine Tuffsteinsäule aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Sie trägt nur ein (etwas verblasstes) Bildmotiv.

Sachsenkam – Kloster Reutberg

Zwar findet man in Sachsenkam keine Kalktuffsteinsäulen, dafür aber einen gewaltigen Bildstock in Form eines flachen Häuschens mit Satteldach. Im Inneren zeigt es eine Kreuzigungsgruppe. Dieser Bildstock wird in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts datiert und steht neben der Klosterkirche von Reutberg.