Bildstöcke in Otterfing

Otterfing, der nördliche Nachbar Holzkirchens besteht aus dem eigentlichen Otterfing und fünf kleineren Ortsteilen. Die Verteilung der wenigen Bildstöcke ist nebenstehender Karte zu entnehmen.


Text: Erwin Kammerer
alle Bilder sind Eigentum von Erwin Kammerer
verwendete Literatur: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege,Regierungsbezirk Oberbayern, Landkreis Miesbach, Gemeinde Otterfing (Baudenkmäler) von der Interseite:
https://geodaten.bayern.de/
denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_173118.pdf (Stand 08.07.2021)

Ortsteil Otterfing

Hier findet man lediglich zwei Bildstöcke. Nur einer davon ist aus Kalktuffstein, hat die Jahrhunderte allerdings nur noch als Fragment überdauert.

Wiese zwischen B13, Haidgasse und Palnkamer Straße

Mitten auf der Wiese zwischen der B13, der Haidgasse und der Siedlung an der Palnkamer Straße steht eine alte Tuffsteinsäule, die im Bereich der Bildnischen wohl vor langer Zeit abgebrochen ist. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege spricht von einem Fragment und datiert es ins 17. Jahrhundert.

Im Kirchwinkl

Am 24. Juni 2007 wurde ein schöner neuer Bildstock gegenüber der Kirche von Otterfing eingeweiht. Er erinnert an die Gründung des katholischen Frauenbundes Otterfing im Jahre 1930. Interessant ist der Aufbau dieses Bildstocks. Die Säule beginnt unten mit einem runden Querschnitt, der etwa auf halber Höhe in einen quadratischen übergeht. Oben sitzt eine Laterne mit drei Fenstern. Innen steht eine Figur der heiligen Barbara. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hat diesen Bildstock noch nicht aufgelistet.

Ortsteil Wettlkam

In Wettlkam (nördlich der Ortschaft Otterfing) findet man neben einem klassischen Bildstock aus Kalktuffstein noch einen sogenannten Kapellenbildstock.

Kreisstraße MB 2 – Maibaum

Etwa 60 Meter  nordöstlich der Heilig-Kreuz-Kirche findet man an einem kleinen Parkplatz gegenüber einem Gasthof eine große Tuffsteinsäule, vermutlich aus dem Jahr 1678. Von den vier Bildnischen enthält nur eine einen bemalbaren Hintergrund, jedoch ohne erkennbares Motiv.

Südwestliches Dorfende

An der Hauptstraße nach Steingau steht am Dorfende zwischen zwei mächtigen Linden eingerahmt ein Kapellenbildstock. Das Landesamt für Denkmalpflege datiert ihn ins 19. Jahrhundert. Auf einer nebenstehenden Informationstafel ist auch von einer St. Leonhardskapelle die Rede.

Ortsteil Palnkam

Von Otterfing kommend zweigt in Palnkam der Erlacher Weg nach rechts von der Palnkamer Straße ab.  Genau dort findet man die Palnkamer Kapelle und davor eine Kalktuffsteinsäule aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. An der Spitze trägt sie ein metallenes Kreuz. Alle vier Bildnischen sind mit relativ neuen Motiven versehen, die jedoch teilweise etwas seltsam anmuten.

Bildstöcke in Sauerlach

Nördlich an Otterfing angrenzend liegt die Gemeinde Sauerlach. Mit ihren 5694 ha Gebietsfläche ist Sauerlach die flächenmäßig größte Gemeinde aus dem Landkreis München. Gut 8200 Einwohner (Stand: März 2021) verteilen sich auf 12 Ortsteile. Das Landesamt für Denkmalpflege vermeldet für Sauerlach lediglich zwei Bildstöcke, beide aus Kalktuffstein.


Text: Erwin Kammerer
alle Bilder sind Eigentum von Erwin Kammerer
verwendete Literatur: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege,Regierungsbezirk Oberbayern, Landkreis München, Gemeinde Sauerlach (Baudenkmäler) von der Interseite:
https://geodaten.bayern.de/
denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_184141.pdf (Stand 02.07.2021)

https://www.freistaat.bayern/dokumente/behoerde/85441163707
https://www.sauerlach.de/wir-in-sauerlach/laden-sie-ein/sich-zu-informieren/

Höhe Arget, Nähe B13

Dort wo die Oberhamerstraße von Arget kommend auf die B13 trifft, steht im Schatten dreier Bäume neben einem Wegkreuz eine Kalktuffsteinsäule, die ins 17. Jahrhundert datiert wird. Eine der drei Nischen trägt eine Schrifttafel, die Auskunft über diese Säule gibt: „Pestsäule – Arget – Flurdenkmal – aus der Mitte des 17. Jahrhundert[s] – Erinnerung an die Opfer – der Pestzeit um 1635 – restauriert 2005“.

Altkirchen

Etwa 30 Meter von der Hauptstraße entfernt findet man am Hölleinweg in Altkirchen (östlich von Sauerlach) eine vermutlich aus dem 17. Jahrhundert stammende Kalktuffsteinsäule. Ihre drei Bildnischen sind leer. Das Landesamt für Denkmalpflege beschreibt sie als „sog. Pestsäule“. Womöglich handelt es sich hier um eine Verwechslung mit dem Tuffsteinpfeiler bei Arget.